Samstag, 3. Dezember 2011, 7:00 Uhr

"1/2 sonstiger Herkunft"

Kleingärtner beschließen "Migrationsanteil" - Nazis applaudieren

Abstimmung über "Migrationsanteile": 85% für Ausländerstopp

Abstimmung über "Migrationsanteile": 85% für Ausländerstopp

ram. | Rassismus ist in der deutschen Gesellschaft weit verbreitet, offen zur Schau gestellt wird er allerdings nur selten. Am 30. Oktober entschieden sich die Mitglieder des Norderstedter Kleingartenvereins Harksheide-Kringelkrugweg da etwas "freigeistiger": Sie beschlossen unter dem kurzfristig auf die Tagesordnung genommenen Punkt "Neuaufnahmen", künftig einen "Migrationsanteil" von 12,6% durchzusetzen, davon "1/4 türkisch/arabischer, 1/4 ost-europäischer, 1/2 sonstiger Herkunft". Nun droht die Stadt mit Kündigung des Pachtvertrages.

Weil es zuvor mehrfach zu Beschwerden über MigrantInnen unter den "Gartenfreunden" gekommen sei und erste Vereinsmitglieder ihren Austritt androhten, hatten Gerd Kühl und Manfred Ray, ihres Zeichens Vorsitzender des Kleingartenvereins, für die Mitgliederversammlung kurzfristig einen Vorschlag ausgearbeitet. Die 70 anwesenden Mitglieder sollten am 30. Oktober mehr oder weniger spontan über vier Möglichkeiten des künftigen Umgangs mit Neuaufnahmen abstimmen: Die Begrenzung des "Migrationsanteils" der Anlage auf künftig 12,6% ("wie in Schleswig-Holstein"), auf 27% ("wie in Hamburg"), bzw. auf 19,2% ("wie im Bundesdurchschnitt") - oder eben keinerlei Begrenzung. Außerdem wollte Kühl noch eine Verteilung der "Migration" auf die Herkunftsregionen vornehmen. Am Ende entschieden sich 59 der 70 Anwesenden für eine Begrenzung, darunter alleine 41 Mitglieder für die kleinste vorgeschlagene Quote. Der Beschlussfassung vorausgegangen war eine offenbar hitzige Debatte, in deren Verlauf Kühl unter anderem als "Nazi" tituliert wurde. Das Protokoll vermerkt dazu: "Die sich anschließende Diskussion verlief nicht immer mit der erforderlichen Sachlichkeit. So betitelte ein Mitglied die Diskutierenden mit Nazis und hielt dem Vorsitzenden vor: Wir hatten schon mal einen Führer, allerdings mit Bärtchen". Da der Anteil an MigrantInnen in der Anlage zur Zeit bei rund 18% liegt, müssten nach dem Beschluss der Mitgliederversammlung möglicherweise sogar einzelne Mietparteien herauskomplimentiert werden.

"Als Personen mit "Migrationshintergrund" werden nach Definition des Statistischen Bundesamtes alle nach 1949 in das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem nach 1949 zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil definiert. Die von Ihnen beschlossene "Mitgliederpolitik" würde insofern einen Großteil der Norderstedter Bürgerinnen und Bürger von vornherein willkürlich ausschließen."

 

Aus dem Brief von Hans-Joachim Grote an die Kleingärtner, 24. November 2011

Doch dazu wird es wohl nicht kommen: Nachdem das Protokoll der Versammlung unter der Hand an Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote (CDU) weitergeleitet worden war, reagierte der in bislang ungekannter Schärfe: In einem zweiseitigen Brief forderte er den Vorstand des Kleingartenvereins Harksheide-Kringelkrugweg auf, "die bestehende Entscheidung durch einen eindeutigen Beschluss einer Mitgliederversammlung ganz kurzfristig aufzuheben." Andernfalls will der Verwaltungschef prüfen lassen, ob die beschlossene Ausländer-Quote einen "außerordentlichen Kündigungsgrund in Bezug auf den Pachtvertrag birgt." Auch Hauke Borchardt, Pressesprecher der Stadt, ist hellauf empört: "Da stellen wir eine Integrationsbeauftragte ein, gestalten mit vielen Ehrenamtlichen einen Interkulturellen Garten und haben ein gutes Verhältnis zur örtlichen Moschee, und dann kommen solche Leute und gefährden das alles." Wie auch sämtliche Parteien in der Stadtvertretung, der Landesverband der Gartenfreunde, migrantische Vereine der Stadt und die Kirchen unterstützt er die Reaktion Hans-Joachim Grotes nachdrücklich.

Hintergrund der ganzen Aufregung sind übrigens weder Verstöße gegen die Vereinssatzung noch gravierendes Fehlverhalten der migrantischen Kleingärtner - die nämlich haben sich laut Kühl sehr wohl an der Gemeinschaftsarbeit beteiligt und sich darüber hinaus eigentlich nichts zuschulden kommen lassen. Verärgert und enttäuscht sei man allerdings darüber, dass sie nicht zu Versammlungen kommen und sich nicht in Diskussionen einbringen - außerdem erzählt man sich, dass die MigrantInnen am Kringelkrugweg vor allem (und erfolgreich) Gemüse ziehen, anstatt die ortsüblichen Ziergärten anzulegen. Für einige deutsche Kleingärtner offenbar ein Unding. Laut "Gartenfreund" Gerd Kühl hat der Vereinsvorstand alles dafür getan, dass sich auch Migranten in der Kleingartensiedlung wohlfühlen, darauf aber keinerlei Resonanz erhalten. Gegenüber der Norderstedter Zeitung gestand er zwar zu, dass sich auch viele deutsche Mitglieder in Sachen Vereinsarbeit arg zurückhalten - und dafür keineswegs angefeindet werden - wirklich einsehen mag Kühl aber dennoch nicht, dass die "Migrantenquote" eher einer rassistischen Grundhaltung denn reiner Sorge um den Verein entsprungen ist. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen rudert er nach einer Zusammenkunft im Rathaus nun mächtig zurück und setzte für kommenden Freitag eine erneute Mitgliederversammlung an. Die Abstimmung und ihr Inhalt ist für ihn aber lediglich "unglücklich dargestellt", da habe man halt die "Tragweite unterschätzt", die das Thema hat.

"Die antideutsche Gutmenschenmafia heult vor Wut. Der Kleingartenverein Harksheide-Kringelkrugweg in Norderstedt hat beschlossen, daß nur noch neun der 73 Parzellen an Ausländer vergeben werden (...). In Zeiten des politisch verordneten Multikulti-Wahnsinns eine mutige Entscheidung, zu der wir den KGV nur beglückwünschen können."

 

"Was hier geschieht, ist eine moderne Hexenjagd gegen Deutsche, die sich trotz jahrzehntelanger multikultureller Massenpsychose noch nicht vollständig dem Überfremdungsirrsinn gebeugt haben.

 

Aus einer Erklärung sogenannter "freier Nationalisten aus Hamburg und Norderstedt" vom 4. Dezember 2011.

Ein tatkräftiger (Ober-)Bürgermeister, einhellige Ablehnung der Parteien und Verbände, die wahrscheinliche Rücknahme der "Migrationsquote" - also alles wieder in Ordnung? Keineswegs. Nicht nur eine heute eingegangene Presseerklärung aus der neonazistischen Kameradschaftsszene (Ausschnitt siehe Kasten) oder erschöpfende Ereiferungen rechter Verschwörungstheoretiker zeugen davon, dass die Kleingärtner vom Kringelkrugweg nicht alleine stehen, auch Leserbriefe in bürgerlichen Medien zeichnen zumindest das Bild einer gespaltenen Leserschaft: So meldeten sich im Hamburger Abendblatt schon am Tag nach einer Veröffentlichung zum Thema zwei BürgerInnen zu Wort und begrüßten die Vorgehensweise der Mitgliederversammlung ausdrücklich: Die Entrüstung des Bürgermeisters könne man nicht verstehen, so der Tenor, "der Aufschrei der Gutmenschen" zeige nur, dass die nicht in der Realität angekommen seien. Unter der Online-Meldung der Lübecker Nachrichten deutete sich hingegen ein geteiltes Echo an, auch hier äußerten sich aber viele LeserInnen pro "Migrationsquote" und gegen eine angeblich dominante und fehlgeleitete "political correctness".

14 Kommentare zu diesem Artikel

11.12.2011, 22:36 Uhr AnonymousDeutsche im Ausland

"Gott schütze mich vor Sturm und Wind und Deutschen die im Ausland sind", dieser Spruch existiert sicher nicht ganz ohne Grund, siehe auch:

http://www.youtube.com/watch?v=sfz6Nw3Bvag
http://www.youtube.com/watch?v=YE_vrJzX0ls

Vor diesem Hintergrund bekommt folgender Satz von Vorrednerin Schmalenberg eine ganz besondere Bedeutung: "Viele Deutsche, die sich entschlossen haben, Deutschland den Rücken aus obigen Gründen zu kehren, gehen mit dem Bewußtsein ins Ausland sich den Gegebenheiten des Landes und der
Leute anzupassen, ohne dabei zu erwarten/verlangen, dass die Einheimischen des neuen Landes ihrer Wahl, sich nach deutschen Sitten, Traditionen und Gebräuche richten werden."

11.12.2011, 19:31 Uhr Stefan B.Hallo, Frau Schmalenberg!

Hallo, Frau Schmalenberg!

Wenn Sie sagen, dass bei Ihnen eine Gruppe hineinkommt, die zwar alle Rechte verlangt, aber nichts dafür tun will, die sich abkapselt und sich nicht an örtliche Sitten und Gebräuche hält ... dann kann ich das als Ärgernis zunächst mal nachvollziehen. Allerdings habe ich genau das mit ostdeutschen Kollegen in einem Hamburger Unternehmen erlebt, in dem ich lange Betriebsrat war. Die nämlich waren gewerkschaftsfeindlich - wollten aber alle Informationen der Gewerkschaft haben, verhielten sich innerhalb der Belegschaft unsolidarisch und benutzten beharrlich andere Namen für Werkzeuge und Behältnisse, als wir das taten. Als die Belegschaft dann einmal mit großer Mehrheit für bessere Arbeitsbedingungen streikte, hat wer genau nicht mitgestreikt und hinterher noch über das "magere" Ergebnis geschimpft? Sie ahnen es.

Ich kann also mit Fug und Recht sagen, dass Ihre Erlebnisse mit Einem absolut gar nichts zu tun haben: Mit der Nationalität. Eine Situation, wie am Kringelkrugweg ist immer den handelnden Personen geschuldet. Das wird schon dadurch deutlich, dass es in Friedrichsgaber Kleingärten kaum derartige Probleme gibt - sondern im Gegenteil gemeinsame kulturelle Aktivitäten mit migrantischen "Laubenpiepern" ... keine 500 Meter von ihrem Kleingarten entfernt.

Ach und nochmal zurück zu "meinem" Betrieb: Wie hat wohl damals die westdeutsche Belegschaft reagiert? Haben wir über "Zonis" und "Ossis" geschimpft, uns als Hamburger zusammengeschlossen und eine Front gegen die "Fremden" und schließlich: Streikbrecher gebildet? Im Gegenteil: Wir sind auf die Kollegen zugegangen und - oh, Wunder - es bedurfte letztlich nur einiger Monate, dann hatten sich alle zusammen gerauft.

Es liegt also (auch) an Ihnen, die Dinge zu ändern. Geschwätz über die ach so bedrohten Deutschen hilft da jedenfalls nicht weiter und ist obendrein grober Unfug.

11.12.2011, 13:46 Uhr Regine SchmalenbergWas ist der Deutsche noch wert ???

Was hat das mit Rassismus zu tun......
eher handelt es sich doch darum, dass sich viele ausländischen Mitbürger nicht an unsere Sitten und Gebräuche halten wollen.
Sie unterschreiben wissentlich eine Mitgliedschaft und kapseln sich dann ab, ja lehnen teilweise bewusst jede Annäherung ab.
Keiner zwingt sie zum Religionswechsel, erwartet bzw. bittet nur um gemeinsame Interessenswahrung. –Gemeinsamkeit und Miteinander-
Viele verlangen volle Integrität, erheben Ansprüche auf alle möglichen Rechte, beschimpfen uns bei jeder Gelegenheit ein Nazi zu sein.
Sie sehen ihre Gärten als Familientreffpunkt an, was ja nicht falsch ist, aber es ist nun einmal eine sehr laute Angelegenheit, hier fehlt die Rücksichtnahme.
Sie kennen ihre Rechte sehr wohl, aber bei jedem Schriftstück bei jedem Vermittlungsgespräch verstehen sie plötzlich unsere Sprache nicht mehr.
Sie kommen nicht mit einem Dolmetscher, sondern viele verlangen die Gartenordnung in ihrer
Sprache übersetzt vorgelegt zu bekommen.

Ich möchte nicht von Arroganz oder Überheblichkeit sprechen, aber mein persönliches Gefühl
verstärkt sich immer mehr, dass Deutschland nicht mehr lange existieren wird, weil anderen
Nationalitäten mehr Rechte und Freiräume eingeräumt werden, als uns Deutschen selber.

In diesem Sinne darf sich niemand mehr wundern, dass sich immer mehr Deutsche zurückziehen.
Viele Deutsche, die sich entschlossen haben, Deutschland den Rücken aus obigen Gründen zu kehren, gehen mit dem Bewußtsein ins Ausland sich den Gegebenheiten des Landes und der
Leute anzupassen, ohne dabei zu erwarten/verlangen, dass die Einheimischen des neuen Landes ihrer Wahl,
sich nach deutschen Sitten, Traditionen und Gebräuche richten werden.

10.12.2011, 16:15 Uhr Max SchulzDa weiß man jetzt auch, wo

Da weiß man jetzt auch, wo denn demnächst Bauland entstehen könnte …… höhö

09.12.2011, 22:25 Uhr AnonymousNu aber ...

Sorry, sorry, nu aber endlich das, was ich Euch wirklich zeigen will:
http://www.youtube.com/watch?v=IYFl4GGUsxk&feature=youtu.be

(Der Beitrag von heute Mittag könnte gelöscht werden)

08.12.2011, 15:56 Uhr AnonymousDer Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch ...

Zum Thema Rechtsterrorismus, der Sumpf, in dem Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gedeihen können, hier eine gute Beschreibung:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/videos/extradrei873.html

Der Irrwitz des Beschlusses im Kleingartenverein wird besonders deutlich, wenn man weiß, dass die meisten der dort kritisierten "Russen" einen deutschen Pass haben. Also deutsche Staatsbürger mit deutschen Wurzeln sind. :-)

08.12.2011, 11:10 Uhr EntdinglichungArtikel auf stern.de und local.de

http://www.stern.de/panorama/auslaenderquote-im-kleingartenverein-empoer... & http://www.thelocal.de/society/20111207-39353.html

And fittingly, given the stereotype of German allotment owners measuring the height of their neighbours’ lawns and laying down schedules for hedge trimming, the group also set out rules on what kind of foreigners would be allowed to join them.

08.12.2011, 10:12 Uhr Infoarchiv Norderstedt"Vernichtung"

Nun ist mal gut: Wir werden künftig jeden Kommentar löschen, der die Kritik an den Harksheider Kleingärtnern mit Nazi-Methoden oder gar dem Holocaust vergleicht. Wer schriftliche Kritik am Verhalten einer Gruppe mit der fabrikmäßigen Vernichtung von Millionen Menschen auf eine Stufe stellt, dokumentiert damit nicht nur ein erschreckend niedriges Niveau - wie schon Leser "Stefan B." schrieb - sondern auch völlige Ignoranz dem Leid der NS-Opfer gegenüber. Da hierzu offenbar mehrere Leser erhebliche Wissenslücken haben, empfehlen wir den Besuch der Gedenkstätte Kaltenkirchen - unter anderem dort können die "Kulturkämpfer" dann einmal nachvollziehen, was "Vernichtung" tatsächlich bedeutet. Türken ohne Gartenzwerge ist hier nicht die richtige Antwort.

08.12.2011, 7:40 Uhr Wolf.S.Kulturkampf statt Rassismus

Hier geht es doch darum die deutsche Kleingartenkultur abzuschaffen,
oder worum geht es? Die Migrantenquote hat etwas Ausgrenzendes, sicher.
Aber das ist keine Ausländerfeindlichkeit oder Rassismus. Das ist der hilflose Versuch die eigene Kultur zu verteidigen.
Und die Kleingärtner haben das Recht dazu, wer will den Kleingärtnern vorschreiben, das es in ihrem Verein jetzt nach den Kulturen der Migranten zu gehen hat?

Ich sehe den Türken nicht, der sich einen Gartenzwerg in den Garten stellt, ich sehe eher Großfamilien auf 2-Mann Grundstücken. Das sind kulturelle Unterschiede, wie sollen diese bitte zusammen kommen, wenn man sich hier nicht anpassen will. Und die Frage ist wer soll sich anpassen. Die Deutschen, die sollen jetzt auch mit Großfamilien kommen? Der Konflikt ist vorprogrammiert und die Auflösung deutscher Kleingartenkultur befohlen. Vom OB persönlich, der gar mit Pachtvertragskündigung und Vernichtung des Vereins droht. Geht es denn noch absurder?

Deutsche Kultur, das ist Fleiß, Respekt, Nachhaltigkeit, Präzision, Höflichkeit, Rücksichtnahme, Ordnung, Sprache.
Und ihr alle, da draussen, ihr Rassistenjäger-Medien, seit der Meinung das diese Werte zerstört werden müssen?
Jeder Deutsche der für sich Identät verlangt ist ein Nazi mit dem Brennofen im Hintergrund?

Das ein Irrsinn und Skandal der hier geschieht, das Deutsche durch Deutsche verdrängt, verfolgt und öffentlich diffamiert werden.
Das man den Menschen im eigenen Land die Kultur und Identät abspricht, das ist kein Rassismus, das ist Vernichtung!

07.12.2011, 11:15 Uhr Stefan B."wie seinerzeit die Nationalsozialisten"

Hey "Jörg", ich habe selten einen so geballten Haufen Halb- und Unwahrheiten gelesen, wie in Deiner Endlos-Abhandlung. Weil neben mir wohl nur Wenige derart lange Pamphlete lesen, nur ein paar kurze Anmerkungen:

Bevorteilt werden Ausländer in Deutschland kaum, schon gar nicht auf dem Arbeitsmarkt. Hier gibt es sogar gesetzlich verankerte Benachteiligungen, etwa für Flüchtlinge, die einen Job erst dann bekommen, wenn sich kein Deutscher dafür meldet. Die von Dir genannten Fälle bei Feuerwehr und Verwaltung sind nur Versuche, die Benachteiligung etwas abzumildern, Dein Absatz dazu ist also barer Unsinn.

Außerdem kannst Du von Dir fern halten wen und warum Du willst - solange Du niemand anderem vorschreibst, wo er sich aufzuhalten hat. Auch Deine Meinung kannst Du gerne vertreten, selbst "Berufsrassisten" (um mal eine Polemik von Dir zurückzugeben) dürfen das - allerdings solltest Du so mutig sein und Dich auch als Rassist bezeichnen, anstatt drumrumzureden und so zu tun, als ob Du zu einer schlimm, schlimm verfolgten Minderheit gehörst.

Zu Deinem Vergleich der Empörung über die Kleingärtner mit dem Nazi-Regime fällt mir hingegen nur noch wenig ein, damit hast Du das Mindestniveau einer Konversation deutlich unterschritten. Vielleicht solltest Du mal ein gutes Buch zum Thema lesen, dann wüsstest Du anschließend vielleicht, was mit den Kleingärtnern wirklich passiert wäre, würden sie "exakt denselben Repressalien" unterliegen, wie die Gegner der Nationalsozialisten.

07.12.2011, 9:24 Uhr JörgWieder einmal Qualitätsjournalismus in Reinstkultur.

Alleine der erste Satz sagt alles - die Berufsempörten schreien wieder auf.

Warum eigentlich? Seit wann muss jemand in einer Demokratie alles mitmachen, was andere wollen? Seit wann werden abweichende Meinungen nicht mehr geduldet? Muss ich den Multikulti-Zirkus gutheißen, bloß weil andere dies tun? NEIN! Was fällt Ihnen eigentlich ein, anderen Ihre Weltsicht aufzwingen zu wollen und, falls dies nicht gelingt, durch wildes Herumschlagen mit der Nazikeule andere zu verunglimpfen?

Wenn ich schlechte Erfahrungen mit bestimmten Kulturkreisen gemacht habe, dann halte ich diese von mir fern - das ist kein Rassismus, sondern gesunder Menschenverstand. Da können Sie toben und zetern wie Sie wollen, es ändert nichts an der dieser Tatsache.

Überhaupt scheint eine Immigrantenquote nur dann abgrundtief böse zu sein, wenn sie selbige benachteiligt - werden Immigranten hingegen bevorzugt (und Deutsche somit benachteiligt) - wie in diversen Städten und Bundesländern durch vereinfachte Einstellungsvoraussetzungen bei Verwaltung, Feuerwehr und Polizei für Immigranten bereits geschehen - dann wird sie durch die Bank weg von allen Parteien gutgeheißen. Ein weiteres Beispiel sind Schwimmzeiten nur für Muslime (warum nicht für Juden? Warum nicht für Christen? Warum nicht für Buddhisten?)...

Dabei verbietet unser Grundgesetz die Benachteiligung ebenso wie die Bevorzugung aufgrund der Herkunft, Rasse oder Religion - diesen Teil Ihrer heiligen Kuh scheinen die Berufsempörten aber entweder nicht zu kennen oder vergessen zu haben. Selektive Wahrnehmung nennt sich das.

A propos Immigranten - da scheint es für die Berufsempörten auch nur eine Sorte zu geben: Türken. Wenn irgendwo ein Politiker mit Migrationshintergrund in einen Posten gehievt wird (egal, ob dafür geeignet dafür oder nicht), ist es ein Türke; keine Osteuropäer, keine Chinesen, keine Vietnamesen, Spanier, Griechen... das ist Diskrimierung pur! Aber die Klappe aufreißen und anderen Rassimsus vorwerfen, nicht wahr, Herr Oberbürgermeister (ja, auch Ihre Partei betreibt dieses Spiel)?

Und die Islamisierung ist mitnichten eine Verschwörungstheorie - wer einmal ein Auslandsemester in Frankreich verbracht hat und gezwungen war, in einem der berüchtigten Pariser Vororte zu wohnen, der weiß, was ich meine - arabische Straßennamen durch die Bank weg und morgens brüllt der Muezzin, Moslems machen dort Jagd auf Juden (interessiert komischerweise keinen der sonst so begabten Nazikeulenschinger, offensichtlich ist muslimischer Antisemitismus der bessere Antisemitismus, und ja, auch in Deutschland ist Antisemitismus unter Muslimen weit verbreitet!).

Und zu guter letzt wenden Sie, liebe Schreiberlinge, in Ihrem Artikel dieselben denunzierenden und diffamierenden Methoden gegen Personen, die nicht Ihrem persönlichen Weltbild entsprechen, an wie seinerzeit die Nationalsozialisten. Auch die Repressalien sind exakt dieselben (Drohung mit Vertragskündigungen etc.)

Was einmal mehr beweist: Der wahre Faschismus dieser Zeit ist der politisch korrekte Multikulti-Meinungsfaschismus, obwohl längst offensichtlich ist, dass Multikulti gescheitert ist, aber es kann halt nicht sein, was nicht sein darf. Hoffen wir, dass Ihre Kinder, wenn sie sich eines Tages auf den Straßen nicht mehr sicher fühlen können (die Unruhen in Frankreich und Großbritannien waren ein Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten Jahren noch bevorsteht, rechtsfreie Räume gibt es mittlerweile in jeder Großtstadt auch hierzulande) Ihnen dann keine unangenehmen Fragen stellen werden!

"[..] auch Leserbriefe in bürgerlichen Medien zeichnen zumindest das Bild einer gespaltenen Leserschaft"

Waaaaaas? Keine Einheitsmeinung???? In einer Demokratie??? Geht ja gar nicht!!!!

07.12.2011, 4:41 Uhr Wolf.S.Irreführung

Der Artikel ist Irreführend, es handelt sich hier nicht um Rassismus, sondern um die Verteidigung von Kleingartenkultur. Es besteht das Recht auf deutsche Kultur. Niemand darf einen Deutschen als Nationalist oder Rassist verunglimpfen. Deutsche Kultur beinhaltet vor allem Respekt und Höflichkeit. Respekt ist es wenn ich ein Kleingartengrundstück nicht mit einer Großfamilie belagere, sondern mich den Umständen anpasse. Das müssen Migranten in Deutschland nicht, sie dürfen alles und jeder der auf die Einhaltung der eigene Sitten
pocht, wird als Rassist diffamiert. Deutsche die auch nur einen Hauch von eigener Kulur beanspruchen werden durch die Medien verfolgt und gejagt. Ihr seid alle langsam wahnsinnig geworden und wisst überhaupt nicht mehr was ihr tut.

06.12.2011, 12:11 Uhr Entdinglichungsonstige Herkunft & Co.

stellt sich ausserdem die Frage, wie die rassistischen Vollpfosten des Vereins die Durchsetzung ihrer Quoten praktisch umsetzen wollen ... ob Neumitglieder zukünftig einen Ahnenpaß als Nachweis vorlegen müssen?