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Mittwoch, 29. Juli 2009, 2:00 Uhr
Stolperstein-Verlegung in der Kreisstadt
Bad Segeberg ehrt NS-Opfer
Der Kölner Künstler Gunter Demnig bei der Verlegung von "Stolpersteinen" am 29. Juli in Bad Segeberg.
Olaf Harning | Vor VertreterInnen der Jüdischen Gemeinde Segebergs und weiteren Interessierten, ließ der Initiator des Projektes "Stolpersteine", der Kölner Künstler Gunter Demnig, die Betonwürfel mit je zehn Zentimetern Kantenlänge und gravierter Messingplatte für die städtische Angestellte Melanie Annuschat (Lübecker Straße 9), den letzten Kantor der ehemaligen jüdischen Synagoge Leopold Bornstein (Lübecker Straße 6), Frieda Epstein (Angestellte des ehemaligen jüdischen Kinderheims, Bismarckallee 5) und Heimleiterin Gertrud Katzenstein (ebendort) ein. Nach den Steinverlegungen richtete Landesrabbiner Walter Rothschild noch einige Worte an die Anwesenden, bevor man sich noch einmal gemeinsam zum stillen Gedenken in der Segeberger Synagoge Mischkan HaZafon traf. In den nächsten Jahren sollen in der Kurstadt insgesamt 50 Stolpersteine mit gleicher Zeremonie verlegt werden, um den bekanntesten Segeberger NS-Opfern zu gedenken. Im Rahmen der Aktion "Stolpersteine" wurde seit Dezember 1992 das Schicksal von mehr als 20.000 im Nationalsozialismus verfolgten Juden, Sinti und Roma, Andersdenkenden, Homosexuellen, Zeugen Jehovas und Euthanasie-Opfern auf Straßen und Plätzen sichtbar gemacht. Die Steine werden jeweils vor den ehemaligen Wohnhäusern oder an den damaligen Arbeitsstellen der Ermordeten im öffentlichen Straßenraum dauerhaft verlegt.
Veröffentlicht in Geschichte mit den Schlagworten Bad Segeberg, Gedenken, Holocaust, Nationalsozialismus, Walter Rothschild
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