Warnstreik bei der Jungheinrich AG, Norderstedt |
An der Warnstreikaktion bei Jungheinrich haben sich heute am 9.4.2002 über 470 Kolleginnen und Kollegen beteiligt. Das sind mehr als doppelt soviel Teilnehmer als bei vergleichbaren Aktionen in den vergangenen Jahren. Zwei Stunden lang zog der Demonstrationszug durch Werkhallen und Büros. Im gesamten Betrieb ruhte die Produktion.
Zum Abschluß der Aktion verabschiedeten die Warnstreikteilnehmer folgende Resolution:
Die Streikversammlung der Beschäftigten der Jungheinrich AG am 9.4.2002 in Norderstedt hält das bisherige Angebot des Arbeitgeberverbandes für völlig unzureichend. Es ist ein Reallohnverlust. Wir fordern, die Bezirksleitung Küste, ihre Tarifkommission und den Vorstand der IG Metall auf, die Urabstimmung einzuleiten.
Die seit einer Woche laufenden Warnstreiks haben bereits deutlich gemacht, das die Mitglieder der IG Metall mit dem bisherigen Angebot nicht einverstanden sind. Weitere Warnstreiks werden das nur bestätigen. Wir wollen die 6,5 %.
Die IG Metall muß einem Pilotabschluß im Chemiebereich zuvorkommen.
Wir erinnern noch mal daran die 6,5% sind bereits der Kompromiß.
Urabstimmung jetzt!
Die Spätschicht beteiligte mit weiteren 200 Teilnehmern an einer Warnstreikaktion von 1,5 Stunden und bestätigte auf ihrer Versammlung die oben aufgeführte Resolution
VK-Leitung Jungheinrich
Quelle:Pressemitteilung des Vertrauenskörper der IG Metall bei der Jungheinrich AG, Norderstedt