DemonstrantInnen fordern Freiheit der Gefangenen

Aktionen zum "Tag der politischen Gefangenen"

Rund 120 Menschen beteiligten sich am 18. März an mehrstündigen Kundgebungen vor der JVA Fuhlsbüttel (Santa Fu) und dem Abschiebetrakt der JVA Glasmoor. Sie forderten in Redebeiträgen unter anderem die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen und ein Bleiberecht für alle Flüchtlinge. Zu den Kundgebungen aufgerufen hatten unter anderem die Rote Hilfe, die Glasmoorgruppe im Hamburger Flüchtlingsrat und das Hamburger Mumia-Bündnis.

Nachdem sich etwa 100 DemonstrantInnen schon vormittags am Bahnhof Sternschanze versammelt hatten, hielten die TeilnehmerInnen ab etwa 13 Uhr zunächst eine rund zweistündige Kundgebung vor der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel ab, wo sie unter anderem kurdischen Gefangenen ihre Solidarität erklärten. Nach Ende dieser Aktion fuhren die DemonstrantInnen weiter nach Norderstedt, wo sich im Rahmen des traditionellen Sonntagsspazierganges der Hamburger Glasmoorgruppe 120 Menschen an einer weiteren, eineinhalbstündigen Kundgebung beteiligten, die von zahlreichen Gefangenen begeistert aufgenommen wurde. Insbesondere die verkündete Forderung nach Freilassung der Gefangenen wurde aus dem Containerknast heraus mit Sprechchören und Beifallsrufen beantwortet. An den Kundgebungen beteiligten sich unter anderem zahlreiche Hamburger MigrantInnen.

Die ca. 30 in Glasmoor eingesetzten PolizeibeamtInnen aus Norderstedt und Umgebung beobachteten das Geschehen aus einiger Entfernung und griffen auch nicht ein, als Schließer der JVA unter anderem als "Menschenjäger" tituliert wurden.

Quelle: Info Archiv


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Last modified: Mon Mar 5 18:24:31 CEST 2000