Polizeiübergriff in Nordertstedt! |
Eine 23jährige Norderstedterin wurde am Nachmittag des 9. November Opfer eines Polizeiübergriffs. Gegen 15 Uhr dieses Tages erschienen zunächst zwei Beamte der Kriminalpolizei auf dem Bauwagenplatz "Phaestung" in Norderstedt-Mitte und fragten nach der Frau. Als die Anwesenden sich nach Meinung der KriPo nicht schnell genug auswiesen, drohten die Beamten "alle weiblichen Anwesenden" mitzunehmen.
Mit der mehr als fragwürdigen Begründung, sie sei in den letzten Monaten zwei mal polizeilich aufgefallen und es bestünde der Verdacht, "dass sich das wiederholt", wurde die 23jährige schließlich zur erkennungsdienstlichen Behandlung auf das Polizeirevier am Herold-Center verbracht.
Dabei nahm man ihr gewaltsam Fingerabdrücke ab, fotografierte sie mehrfach, wog und maß sie. Mittlerweile hatten sich 15 UnterstützerInnen vor der Wache versammelt und forderten die Freilassung der Frau.
Bei dieser KriPo-Aktion handelte es sich um den ersten Polizeiübergriff auf die politische Linke in Norderstedt seit rund drei Jahren. Für den Einsatz verantwortlich zeichnete Volker Willert von der KriPo Norderstedt. Die Betroffene befand sich nach dem Einsatz zunächst in ärztlicher Behandlung.
Informationsquelle:" Info Archiv Norderstedt, 11.11.00"